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Gemeinsam gestalten wir Geburtskultur!

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Wieso eigentlich Training und nicht „Ausbildung“?

Doula-sein ist ein Talent, eine Gabe an die Welt, eine tiefe Sehnsucht, die vielleicht schon lange auch in DIR keimt. Doula-sein lässt sich nur bedingt ausbilden.
Doch gilt es viele Fähigkeiten zu trainieren, zu verfeinern und zu reflektieren, damit man als Doula immer besser in der Lage ist, die Rolle als „Dienerin“ der Frau zu verstehen und im Sinne des wissenschaftlich nachweisbaren Doulaphänomens zu repräsentieren. Eine Dienerin im multidisziplinären Geburtskreis der Schwangeren zu sein, die für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellt und sie in ihren Aufgaben stärkt, ist eine große Ehre, eine wahre Kunst und unser gemeinsames Trainingsziel!

Als Doulas übernehmen wir Mit-Verantwortung für die Geburtskultur in unserem Land. Wir spüren, wie wichtig es für das Frauenkollektiv ist, den Kreis der Frauen rund um die Geburt zu halten und zu pflegen.

Gemeinsam leben wir proaktiv unsere Überzeugung, dass die Erinnerungen von Frauen, Babys und Familien an den Tag ihrer Geburt stärkend und ermutigend sein sollen und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten.

Wir spüren unsere Sehnsucht, unseren Kindern eine Welt zu bieten, in der es nicht egal ist, wie wir geboren werden.

Die Unterscheidung zwischen „Gutes tun wollen“ und „Gutes tun“ kann dabei gravierend sein.

Im Doula-Training entwickeln wir diese Fähigkeiten stetig weiter.


Liebe Doulas im Knospenstadium…

Desto mehr Frauen ich auf diesem Weg kennen lerne, desto sicherer bin ich mir:

Doula ist nicht in erster Linie ein Beruf, es ist wie die Zugehörigkeit zu einer uralten, neuen Frauenbewegung, die nun erstmals organisiert zusammentrifft. So verschieden wir in unserem Wesen und unserer Vorgeschichte sind, so teilen wir doch oft schon jahrelang die Sehnsucht nach einer Geburtshilfe, die Frauen und Babys und ihre Bedürfnisse wieder in den Mittelpunkt rückt und wissen genau, dass wir unseren Beitrag als „Mit-frauen“ leisten können/wollen, ja müssen!

Vielleicht wisst ihr noch nicht wie und sein unsicher, ob ihr alles „Richtig“ machen würdet, wenn ihr heute das erste Mal im Kreißsaal stehen würdet. Es wird Euch entlasten zu hören, dass der Hauptvorteil einer Doula darin liegt, dass sie DA ist. Wissenschaftlichen Untersuchungen nach ist in erster Linie relevant, dass sie konstant anwesend und achtsam präsent ist – erstaunlich, oder? So erstaunlich, dass die WHO Doulas ausdrücklich bei jeder Geburt empfiehlt!

In der ganzen Doulawelt spricht man neuerdings nur scheinbar scherzhaft von der BE-la, statt der DO-ula.
Einfach nur der Umstand, dass eine fremde (!) Frau im Raum sitzt, senkt die Kaiserschnittrate verlässlich!
Alles andere – das Wissen, die Wohlfühltools – nenne ich unser „Schatzkästchen“, das es durch das Training und viel Erfahrung zu füllen gilt.
Eine wahrhaftige Doula zu sein, bedeutet aber, die Bedürfnisse der Gebärenden in einer Weise zu begleiten, die ihrem Weg entspricht und sich selbst dabei ganz zurückzunehmen.

Ein tiefes Verständnis dazu erarbeiten wir im Doulatraining!

Deshalb streben wir nicht nach dem Status von „Fachpersonen“ im geburtshilflichen und psychosozialen Bereich, sondern entwickeln eine Kultur der Schwesterlichkeit und Frauenkraft. Eine Frauenkulur, die nicht aufgrund akademischer Qualifikation WIRKT, sondern darauf beruht, dass wir wissen, was wir zu einer guten Geburtserfahrung beitragen können.

Die Trainingseinheiten, die Euch erwarten, sind eine praxisnahe Begleitung auf eurem Weg zur Doula – Empowerment für Euch persönlich und alle Menschen, mit denen ihr in Zukunft zu tun haben werdet.

Ihr werdet unvergessliche Referentinnen kennen lernen.

Die Begegnung mit ihnen hat mein Leben verändert und vermutlich wird es auch Euch nicht unberührt lassen, was sie Euch zu sagen haben.

Ihr werdet Freundinnen finden, eine ständig wachsende Familie aus Frauen, die Eure Gefühle in Bezug auf Geburt und Frau/Muttersein teilen und das Erlebte und Erfahrene wird Euch bereichern.

Natürlich geht es auch um Geburtswissen, Techniken, Hand- und Herzenswerkzeug, Doulataschen & Co.
Es macht Euch sicherer im Umgang mit Eurem Umfeld und auch (selbst)bewusster.
Ganz gewiss werdet ihr einen tiefen Einblick in die Geburtskultur gewinnen, die einzelnen Rollen im Helfersystem der Frauen empathischer wahrnehmen können und euch auf eine respektvolle Art und Weise in das Geburtsgeschehen einbringen lernen.

Ihr werdet genauer verstehen, warum und wodurch die Doulabegleitung wirkt. Am Wichtigsten scheint es mir, zu erfahren und auszuhalten, was keinesfalls in das Wirkungsprinzip der Doula hineinpasst, wo Grenzüberschreitungen stattfinden könnten, wenn das gereifte Rollenverständnis der Dienerin noch fehlt. Dabei ist es gerade das, was die erstaunliche, nachgewiesene Wirkung der Doulabegleitung ausmacht!

Am Ende unserer gemeinsamen Zeit habt ihr erkannt, dass Eure Einzigartigkeit, eure speziellen Fähigkeiten als Mitfrauen und die Liebe zu der Arbeit und den Frauen Eurer wichtigstes Handwerkszeug sind und könnt darauf vertrauen, dass ihr deshalb wirkt, weil ihr gelernt habt, das Prinzip „Doula“ in jeder Lebenslage anzuwenden.

Eine Doula zu sein, hört nie wieder auf, selbst wenn ihr (zeitweise) keine Geburten begleitet – es ist ein Initiationsweg in das Miteinander der Frauen rund um die Geburt und darüber hinaus… es ist meine allerschönste Aufgabe und mein Privileg, eine Doula zu sein und so gerne ich jede meiner vielen Aufgaben erfülle: Wenn ich ein Geburtszimmer betrete, dann steht die Zeit still und der Himmel ist offen…womit ließe sich das toppen?

Ich freue mich sehr darauf, Euch kennenzulernen und dass ihr mit Eurer Einzigartigkeit den Kreis der Doulas in Österreich bereichern möchtet!

herzlichst,

Eure Angelika Rodler